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Stadtteilverein Wiesenbacher Tal e. V.
Gottlob-Kamm-Str. 11
69151 Neckargemünd
Email: info@wiesenbacher-tal.de

Presseberichte


Erneut: Kreuzungsunfall

Rhein-Neckar-Zeitung 19. 4. 2016







Kooperationsobjekt "Schüler für Bürger"




"Biene" Maja konnten die Kinder hier lange suchen

Neckargemünd. (fi) Wenn es summt und brummt, wenn Gleichklang herrscht und eine homogene Einheit den Raum besteht, dann fühlt sich Thomas Kalb wohl. Das gilt nicht nur, wenn er am Dirigentenpult steht. ,"Dirigent Thomas Kalb koordinierte mit bewundernswerter innerer Ruhe ...", schrieb die Rhein-Neckar-Zeitung bereits vor einigen Jahren. Diese gelebte Ruhe und Gelassenheit sind die Grundvoraussetzung, um auch mit Bienen umzugehen. Sie sind das Hobby von Thomas Kalb.
Auf die Einladung des Stadtteilvereins "Wiesenbacher Tal" in den "Interkulturellen Garten" Richtung Wiesenbach , gab der frühere Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidelberg allerdings für seine Bienen den Takt an. Einige Kinder interessierten sich dafür, wie das Bienenleben so aussieht.
Nichts da mit der gelb-schwarzen Biene Maja aus der Zeichentricksendung! Mit dieser Mär räumte Kalb recht schnell auf. "Wespen sind gelb-schwarz, Bienen nicht, das war ein Fehler für Generationen, dieses Klischee der Biene Maja", meinte er. Bienen gehen nicht an Kaffeetafeln und vergällen nicht den Kuchengenuss, so wie dies die Wespen in diesem "Wespenjahr" machen.
Doch wie läuft das Leben einer Biene ab, einer Honigsammlerin und Königinnenpflegerin? Auf einfache und dennoch einfühlsame Art Wurde beschrieben, Wie das ist im Bienenstock, in der Wintertraube, mit der Befruchtung und der Brutpflege. "Dieses Jahr war trocken, die Honigausbeute hat nicht viel hergegeben", baute Thomas Kalb schon mal vor. Die Honigernte ist bereits vorbei, die Bienenvölker rüsten sich schon für den Winter. An einer Wabe erläuterte der Imker den Aufbau im Stock: wo wird Honig produziert, wo ist die Brut, wo werden die Pollen abgelegt?
Doch auch Bienen haben Schadlinge, etwa die Varroa-Milbe oder den Beutenkäfer. Letzterer, der "Kleine Beutenkäfer", ist ein Parasit von Völkern der Honigbiene aus der Familie der G1anzkäfer. Er ist heimisch in Afrika südlich der Sahara und von dort aus nach Nordamerika, Australien und seit kurzer Zeit auch nach Europa "verschleppt" worden. Es wird vermutet, dass der Parasit, übrigens anzeigepflichtig bei Befall, von Italien aus eingeschleust wurde.
Doch die Kinder im "Interkulturellen Garten" im Wiesenbacher Tal interessierte das bei ihrem Besuch weniger. Einmal so eine wachsige Wabe in der Hand zu halten, das war viel interessanter.
Der Stadtteilverein "Wiesenbacher Tal" bietet mit der Vielfalt des "Interkulturellen Gartens" nicht nur eine umfangreiche Bienenweide, sondern ist auch sonst in vielen Dingen recht aktiv. "Wichtig ist uns, das Interesse der Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils innerhalb des Gesarntgefüges von Neckargemünd angemessen zu vertreten", erklärt der Vorsitzende Bernd Jahnke. Solche informativen, kleinen Beiträge wie beim Ferienprogramm für Kinder tragen dabei ganz sicher Früchte.
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Quelle: Rhein-Neckarzeitung 13. August 2015

   Ferienkinder lernten beim Stadtteilverein das Bienenleben kennen




Ferienprogramm 2015

   Es summt und brummt in Neckargemünd




Lehmofen entstand in zwei Tagen

Schüler und Stadtteilverein bauten gemeinsam
Von Anna Haasemann-Dunka
Neckargemünd. Ein ganz besonderes Projekt hatte den Stadtteilverein Wiesenbacher Tal und Schüler der Erich-Kästner-Schule zu einer kleinen Feier zusammengebracht: der Bau eines Lehmofens im Garten der Schule. Initiiert hatte diese Aktion Sonderschullehramtsanwärterin Anna-Vanessa Aksay, die für ihr zweites Staatsexamen auf der Suche nach einem geeigneten Thema für das sonderpädagogische Handlungsfeld war.
In der Zusammenarbeit mit dem Stadtteilverein sah sie die Voraussetzungen beim Bau eines Lehmofens ideal erfüllt. "Die Schüler haben beim Bauen mitgemacht", berichtete sie. "Beteiligt waren meistens zehn Kinder der vierten bis siebten Klasse, acht Jungen und zwei Mädchen." Unterstützung bei dem Projekt fand die angehende Lehrerin im Stadtteilverein, der das Projekt finanzierte und beim Bau mit anpackte.
Als die Anfrage aus der Schule den Stadtteilvereins-Vorsitzenden Bernd Jahnke erreichte, 1ieB er sich gleich dafür gewinnen. An zwei Samstagen wurde fleißig gemeinsam gebaut und es entstand ein wahres Lehmofen-Prachtstück. Volker Rehberger, Zweiter stellvertretender Vorsitzender des Vereins, passte auf, dass das Fundament des Lehmofens gerade und eben ausgerichtet war. Reiner Staerr vorn Stadtteilverein half ebenfalls mit.
Wie ein Lehmofen zu bauen ist, darüber hatte sich die Lehramtsanwärterin zuvor ausführlich informiert. Auf einer Sandkuppel wurde das eigentliche Ofengehäuse in Form einer Halbkugel errichtet. Das Verfahren ist nicht kompliziert, sodass auch nicht allzu geübte Kinderhände mitwirken konnten. Um die Sandkuppel herum wurden Lehmkugeln platziert und zu Wänden geformt und verbunden. Das Kneten und Verschmieren des Lehms bereitete den Kindern jedenfalls viel Freude.
Der Trocknungsprozess förderte immer mal wieder Risse zutage, die dann einfach angefeuchtet und mit Lehm aufgefüllt wurden. Für die Ofentür wurde eine Öffnung vorgesehen. Der Sand wurde, nachdem die Lehmkuppel stand und die Lehmwände angetrocknet waren, aus dem Ofen entfernt Danach schrumpfte er durch weiteren Feuchtigkeitsverlust ein bisschen. Nun musste dem Ofen noch mit zunächst kleiner Flamme eingeheizt werden, um ihn gebrauchsfertig zu machen Zum Schutz vor Witterungseinflüssen wurde das fertige Werk abgedeckt Es ist geplant, dem Lehmofen zum dauerhaften Schutz mit einem Dachaufbau auszustatten
Für die kleine gemeinsame Feier waren einige Vorbereitungen zu treffen. Nicht nur die Zutaten für den Flammkuchen waren zu richten, sondern auch das sorgfältige Vorbereiten des Lehmofens nahm einige Zeit in Anspruch. Etwa eine bis eineinhalb Stunden dauerte es, bis das Holz richtige Glut hatte. Um die Prozedur zu beschleunigen, kam immer wieder der Heißluftfön zum Einsatz. Etwa 250 Grad wurde für das Backen der Flammkuchen benötigt. Der Schüler Steven Philipp betätigte sich als sehr geschickter Flammkuchenbäcker, aber auch Jannek Schick, Claudio Gebert und Tobias Jeschke halfen tatkräftig beim Einweihungsfest mit.

   Rhein-Neckar-Zeitung - Blick in die Region 11. Juni 2015




Große Artenvielfalt an der Elsenz

Der Neckargemünder Hartmut Idler wollte einen Film über den Eisvolgel drehen - herausgekommen ist jedoch mehr
Von Agnieszka Dorn
Neckargemünd. Langsam schlängelt sich eine Ringelnatter durch das Gewässer, ein Eisvogel schnappt sich blitzschnell einen Fisch aus dem Wasser und ein Bussard fängt eine Maus. So grausam das wohl ist, das ist der Kreislauf der Natur: Leben und leben lassen oder fressen und gefressen werden. Der Neckargemünder Filmemacher Hartmut Idler hat sich an der Elsenz auf Lauer gelegt und Tiere, die dort leben, beobachtet und gefilmt. Herauskam der Film , "An der Elsenz - eine Naturbetrachtung", den Idler auf Einladung des Stadtteilvereins Wiesenbacher Tal im Kaminzimmer der Arche zeigte. Den Film hatte der Neckargemünder übrigens urspriinglich für den Heidelberger Naturschutzbund gedreht.
Der Vortrag zog so viele Besucher an, dass immer mehr Stühle organisiert werden mussten und zum Schluss saßen die Besucher fast wie im Kino in der ersten Reihe. Das schien aber niemanden zu stören, alle schauten sich mit großer Begeisterung den Film an und diskutierten anschließend über die vielfältige Tierwelt.
Eigentlich wollte er einen Film über den Eisvogel machen, gab Hartmut Idler zu, doch dann habe er gesehen, wie viele Tiere an der Elsenz leben; und filmte sozusagen fast alles, was ihm vor die Linse lief. Der Neckargemünder überließ beim Filmen nichts dem Zufall, wie er später augenzwinkernd verriet. Im Film selbst werden die Tiere nicht näher erläutert, Idler lässt die Bilder sprechen und erklärte zwischendurch hin und wieder etwas zu den Tieren oder Insekten. Und manchmal war eine Erklärung auch nicht nötig.
Die Elsenz jedenfalls hat vieles zu bieten: Ein neugieriger Hase schaut aus dem Gras hervor, junge Füchse balgen sich und messen ihre Kräfte miteinander. Das Kräftemessen kommt den Füchsen später bei der Jagd zugute. Biber schwimmen im Wasser, eine Spinne kriecht im Netz und Wartet auf ihr Opfer. Irgendwann Werde sich schon ein Insekt im Netz verirren, denkt sie sich wahrscheinlich. Ein schimrnernder Blattkäfer ist auf der Suche nach Essen und eine Libelle landet gerade auf einer Pfllanze.
Sehr artenreich ist auch die Vogelwelt an der Elsenz. Verschiedene Vögel zwitschern und suchen neugierig auf Ästen nach einem geeigneten Partner, darunter sind die Nachtigall, eine Goldammer oder der schöne Eisvogel mit seinem blauen Gefieder. Auch Rehe findet man entlang der Elsenz.
Die schöne Idylle der Flora und Fauna wird von der Achtlosigkeit einiger Menschen gegenüber der Natur getrübt: Berge von leeren Flaschen, "entsorgten" Autoreifen und Schrott sind mitten in der Natur zu sehen. Bei der Beobachtung der Tierwelt ist auch der Müll dem Neckargemünder Filmemacher nicht entgangen. Dabei gehört Müll doch fachgerecht entsorgt und nicht einfach so in die Natur geworfen...
Zum Schluss seines Filmes zeigt der Neckargemünder in aller Ausführlichkeit das Tier, worüber er ursprünglich den ganzen Film machen wollte: den Eisvogel nämlich. Bei der Beobachtung des Tieres, eigentlich ist es ein Pärchen, hat er nichts dem Zufall überlassen. beispielsweise hat er den Ast. auf dem das Vogelpärchen immer landete extra "kameragerecht" angebracht. Das sorgte für ein Schmunzeln bei den Besuchern im Kaminzimmer der Arche.







An der Elsenz eine Naturbetrachtung

Veranstaltungsankündigung in der RNZ am 2. Febr. 2015




Um die neue Winterlinde blüht es das ganze Iahr - Stadtteilverein spendete den neuen Baum am Stadttor

Rhein-Neckar-Zeitung - Blick in die Region 18.12.2014
Neckargemünd (nah) Die Winterlinde am Stadttor wird vielleicht einmal zu einem prächtigen Baum heranwachsen, viel Schatten spenden und einige Jahrhunderte überstehen. Immerhin sind Bäume mit einer Lebensdauer zwischen 500 bis 1000 Jahren bekannt. In diese Richtung gingen jedenfalls die Wünsche des "Stadtteilvereins Wiesenbacher Tal", der praktisch zu Beginn seines "Einzugsbereichs" ein unübersehbares Zeichen setzte.
Eigentlich hatte der Vorsitzende Bernd Jahnke auch bei der Entfernung des Baumstumpfes des Vorgängerbaumes, der wegen Schädigung aus Sicherheitsgründen vor zwei Jahren gefällt werden musste, dabei sein wollen, um eine Erinnerung zu ergattern. Er kam aber zu spät, Stadtgärtnerei und Bauhof waren schneller. Die Pflanzung der neuen Winterlinde, die der Stadtteilverein der Stadt gespendet hatte, war ebenfalls bereits durch die Stadtgärtnerei vollzogen, als
sich der Stadtteilverein mit der Vorstandschaft und einigen Mitgliedern, Bürgermeisterstellvertreter Winfried Schimpf und der Leiter der Stadtgärtnerei, Bernhard Keilhauer, zur Spendenübergabe an die Stadt einfanden.
Die kleine Anlage um die Linde war eigens von einer Staudenexpertin mit trockenheitsresistenten Blütenpflanzen wie Präriestauden, Gräsern und Zwiebelblumen angepflanzt worden, die den Insekten auch als Nahrungspflanzen dienen. Der Vorteil dieser Pflanzen ist ihre ökologische Wertigkeit und die Tatsache, dass sie ganzjährig blühen. Selbst im Winter verschönern sie noch das Beet. Die Gesamtkosten für die Gartenbaumaßnahme liegen bei rund 2000 Euro.
Der wenig ansehnliche Baumstumpf der alten Linde hatte den Stadtteilverein jedenfalls zu seiner Spende motiviert, erinnerte Bernd Jahnke und stellte fest: "Das, was nun als Anlage vor uns liegt, entspricht dem Eingangsbereich einer schönen alten Stadt, der auch einladend sein sollte." Er bedankte sich bei der Stadt für die gelungene Gestaltung des Beetes und die Pflanzung des Baumes.
Bürgermeisterstellvertreter Winfried Schimpf, der selbst Mitglied im Stadtteilverein ist, bezeichnete den Verein als positiver Anreger von Ideen. Für den Baum wie für den Verein erhoffte er sich Beständigkeit und weitere Vorschläge aus den Vereinsreihen, der durch seine Aktionen in der Südstadt immer wieder zur Bewusstseinsbildung beitrage.
Die acht Jahre alte Winterlinde soll laut Stadt den Platz aufwerten und ihm noch mehr Aufenthaltsqualität verleihen. Die Stadt bedankte sich für das Engagement des Stadtteilvereins.

   Rhein-Neckar-Zeitung & Neckarbote vom 18.12.2014




Neue Winterlinde am Stadttor gepflanzt - Wiesenbacher Tal e.V. übergab Spende

Wortlaut des Textes vom Wochenkurier:
Neckargemünd. Vor zwei Jahren musste die Winterlinde am Stadttor auf Anordnung des Landratsamtes wegen ihrer akuten Schädigung gefällt werden. Jetzt nahm Bürgermeister Horst Althoff vor Ort eine Spende des Stadtteilvereins Wiesenbacher Tal e. V. entgegen, mit der dieser die Pflanzung einer neuen, 8-jährigen Winterlinde Anfang November unterstützt. "Die attraktive Gestaltung der zentralen Altstadtplätze liegt der Stadtverwaltung sehr am Herzen", betonte der Bürgermeister. Mit Freude nehme er deshalb dieser Tage die Spende von Dr. Bernd Jahnke entgegen, der diese stellvertretend für den Verein übergab. Dem Stadtteilverein dankte der Bürgermeister, dass er mit seinem Engagement die Pflanzung der neuen Linde an einem markanten Ort wie dem Stadttor unterstützt habe, den viele Menschen täglich auf ihrem Weg in die Altstadt passieren. Nach Fertigstellung der neu gestalteten Hauptstraße besitze nun auch dieser Platz noch mehr Aufenthaltsqualität. Denn auch das den Baum umgebende Beet legte die Stadtgärtnerei neu an: Nach Entfernung des Erdreichs und Befüllung durch neuen Nährboden pflanzten die Mitarbeiter - mit dabei eine neue Staudenexpertin - trockenheitsresistente Blütenpflanzen wie Präriestauden, Gräser und Zwiebelblumen. Diese Mischung erfreut mit ihrer Blüte ganzjährig das Auge des Betrachters und verschönert das Beet selbst im Winter mit sogenannten "Strukturbildnern". Bei fast allen Pflanzen handelt es sich um Nahrungspflanzen für Insekten - auch der ökologische Wert war ein Kriterium bei der Auswahl der Pflanzen. Die Gesamtkosten der gartenbaulichen Maßnahme liegen bei rund 2000 Euro.

   WOCHEN-KURIER Nr. 51, 17.12.2014 und BAZ vom 20./21.12.2014 / Ausgabe 10




Rhein-Neckar-Zeitung vom 18. 11. 2014

   größerer Zeitungsausschnitt




Die neue Fahrbahnmarkierung bei der Kindertagesstätte im Wiesenbachertal

Der Neckarbote vom 13.11.2014
pm/red). Auf Initiative des Stadtteilvereins "Wiesenbacher Tal e.V." wurden vor der Kindertagestätte im Wiesenbacher Tal neue Hinweismarkierungen mit "Vorsicht Kinder" auf der Fahrbahn der Eichendorffstraße aufgebracht. Obwohl die Kindertagesstätte in einer Tempo-30-Zone liegt, wird laut Verein immer wieder zu schnell gefahren. Die Organisatoren erhoffen sich auf diesem Weg mehr Verantwortungsgefühl von Autofahrern für die Kleinsten.




Der Kreisel bleibt Thema Nr. 1 Gemeinsame Begehung von CDU Neckargemünd und Stadtteilverein Wiesenbacher Tal e.V.

Neckargemünd. Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger des Wiesenbacher Tals standen bei einer gemeinsamen Begehung von Mitgliedern und Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten der CDU Neckargemünd mit Vertretern des Stadtteilvereins Wiesenbacher Tal e.V. im Mittelpunkt.

CDU-Vorsitzender Klaus Rupp und CDU-Fraktionsvorsitzende Anne von Reumont freuten sich über die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Seitens des Stadtteilvereins, der seit November 2002 die Interessen des Wiesenbacher Tals engagiert vertritt, nahmen unter anderem Vorsitzender Dr. Bernd Jahnke sowie die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Beck und Volker Rehberger teil.

Bei einer Ortsbegehung machten die Stadtteilvereinsvertreter insbesondere deutlich, dass ihrer Ansicht nach die Kreuzung zwischen der Wiesenbacher Straße, dem Kalkbrunnen und dem Spitzerfeld dringend entschärft werden müsse. Schon seit Jahren plädieren Jahnke und sein Team für einen Kreisverkehr an der dortigen Stelle und unterstrichen: Der Kreisel bleibt für uns Thema Nr.1.

Geschwindigkeitsübertretungen gibt es in diesem Bereich letztlich unzählige, ob Richtung Wiesenbach oder Neckargemünd. Dies konnte man auch während der Begehung feststellen, einige Autofahrer nahmen selbst angesichts der zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Begehung nicht den Fuß vom Gaspedal.

In diesem Zusammenhang: Wenn man durch den Überwuchs von beispielsweise zu breit geratenen Hecken als Fußgänger auf den Fahrradweg oder die Straße ausweichen muss, dann wurde hier über Jahre versäumt, einen entsprechenden Rückschnitt vorzunehmen. Den Grundstückseigentümern sollte klar sein, dass sie verkehrssicherungspflichtig sind und für Unfälle und Schäden haftbar gemacht werden können.

Die derzeitigen Pläne der Stadtverwaltung hinsichtlich einer Entschleunigung im Bereich Wiesenbacher Straße, Kalkbrunnen und Spitzerfeld jedenfalls stoßen beim Stadtteilverein auf wenig Gegenliebe: Was wir bisher gesehen haben, hat uns nicht überzeugt.

Weitere Themen waren die Parkplatzproblematik um die SRH, die Verkehrssituation in der Friedrich-Ebert-Straße wie auch die zukünftige Buslinienführung durch die Altstadt. Großes Lob fand die Gestaltung des Abenteuerspielplatzes neben der Erich-Kästner-Schule.

Nachvollziehbar auch Jahnkes abschließender Wunsch nach einem Hinweisschild Neckargemünd Süd: Auf diese Weise wäre das Wiesenbacher Tal für Verkehrsteilnehmer leichter zu finden.

Die Neckargemünder Christdemokraten dankten den Mitgliedern des Stadtteilvereins Wiesenbacher Tal e.V. für den Dialog und sagten ihre Unterstützung zu. (Text/Fotos: Matthias Busse)




Stadtteilverein Wiesenbacher Tal schafft Sonnensegel an - Kindertagesstätte Wiesenbacher Tal profitiert

Veröffentlichung der Übergabe am 2.7. im Neckarboten am 31.10.2013:

(du). Es gehört zum Programm des Stadtteilvereins Wiesenbacher Tal hier angesiedelte Schulen und Kindergarten nach seinen Möglichkeiten zu unterstützen und das geschah schon auf vielfältige Weise. Zuletzt durfte sich die Erich-Kästner-Schule über neue Tornetze zum 50-jährigen Iubiläum freuen, die die Torschüsse auf dem Bolzplatz hinter der Schule wieder auffangen. Nun waren die Kleinsten an der Reihe und zwar die Kinder in der Kindertagesstätte Wiesenbacher Tal. Über 80 Plätze bietetder Kindergarten in vier Gruppen mit Ganztagesbetreuung und verlängerten Vormittags-Öffnungszeiten an. Der Vorsitzende des Stadtteilvereins Dr. Bernd Iahnke hatte sich bei der Kindergartenleitung erkundigt, was denn am meisten benötigt würde, und da wurde ihm Sonnensegel genannt. Der Sandplatz wird von den Kindern, wann immer das Wetter es zulässt, intensiv genutzt. Die Sonne heizt den Sand im Sommer jedoch so sehr auf, dass das Sandeln kein Vergnügen mehr macht. Um die Kinder besser vor der Sonne, aber auch einmal vor ein paar Regentropfen geschützt zu wissen, stand diese Anschaffung ganz oben auf der Wunschliste des Kindergartens. Der Bauhof nahm Maß und Sonnensegel der richtigen Größe wurden angeschafft und auf dem Sandplatz angebracht. Der Verein mit einigen seine Mitglieder konnte sich vor Ort von der Anschaffung überzeugen und den Kindern bei ihrer Lieblingsbeschäftigung auf dem Sandplatz, wie die stellvertretende Kindergartenleiterin Alexandra Brenner berichtete, zuschauen. Sie bedankte sich für das Geschenk, über das sich die Kindertagesstätte sehr gefreut hatte und das während vieler heißer Tage schon gute Dienste leistete. Dr. Bernd Iahnke begrüßte zuerst die Kinder mit einer blauen Monster-Handpuppe, die die Kinder gar nicht gruselte, sondem zum Lachen brachte. In seinem Grußwort beschrieb er die Ziele des Stadtteilvereins, der es sich auch zur Aufgabe gemacht hatte, das Zusammengehörigkeitsgefühl im Wiesenbacher Tal zu stärken und zu fördern. Deshalb kommen die Einnahmen des Vereins auch den Einwohnern und den hier angesiedelten Einrichtungen wie SRH-Mediathek, Gymnasium, Erich-Kästner-Schule Kindertagesstätte im Wiesenbacher Tal oder Musikschule zugute. Ein Anliegen des Vereins ist es, auch junge Familien für den Stadtteilverein zu interessieren. Mehr Mitwirkende könnten auch den Stadtteil nach vorne bringen in Bezug auf seine Infrastruktur, auf zu lösende Verkehrsproblematik, auf das kulturelle Leben und eine allgemeine Verbesserung der Lebensqualität. Am Dienstag, 5. November, lädt der Stadtteilverein um 19 Uhr zur Mitgliederversammlung ins alte Rathaus ein.

   Original-Pesseausschnitt




Neue Tornetze für die Erich Kästner-Schule vom Stadtteilverein Wiesenbacher Tal

Anlässlich des Fußballturniers zum 50-jährigen Jubiläum spendete der Stadtteilverein Wiesenbacher Tal der Erich Kästner-Schule neue Tornetze für den Bolzplatz.
An der Erich Kästner-Schule gibt es, wahrscheinlich nicht unüblich, viele fußballbegeisterte Schüler. Diese verbringen ihre großen Pausen mit Vorliebe auf dem Bolzplatz hinter dem Schulgebäude, um dem runden Leder hinterher zu jagen. Bedauerlich fanden sie jedoch zuletzt den Umstand, dass die maroden Tornetze der Wucht der strammen Schüsse nicht mehr standhielten.
Der Stadtteilverein Wiesenbacher Tal hatte nun ein Einsehen mit den jungen Sportlern und überbrachte in Person von Volker Rehberger neue Netze, die umgehend an ihrem Bestimmungsort angebracht wurden. Rechtzeitig zum großen Fußballturnier der Schule konnte somit wieder herzhaft eingenetzt werden - zur Freude aller großen und kleinen Freunde des beliebten Ballsports. Die erste Belastungsprobe bestanden die Tornetze übrigens mit Bravour.
Die Schulgemeinschaft der Erich Kästner-Schule bedankt sich recht herzlich für diese äußerst praktische und zielgerichtete Spende.

   Artikel auf Lokalmatador.de




Frühsommer 2012 im Interkulturellen Garten

Der Garten wird weiterhin von einer Gruppe von etwa 20 Erwachsenen aus 10 Nationen gepflegt. Eine Familie mit 5 Kindern ist weggezogen und wird von allen vermisst, andere sind neu hinzugekommen und bereichern mit ihren Ideen und ihren "grünen Fingern". Je nach persönlicher Situation, beruflicher Beanspruchung etc. kann mehr oder weniger Zeit investiert werden. In der Regel treffen sich die Mitglieder am späten Freitagnachmittag zum Arbeiten und zum Austausch - voll Freude beobachtend, wie bunt die Blumenfülle geworden ist oder auch gemeinsam klagend, dass die Amseln die Beerensträucher abgeräubert haben, bevor die Beeren erntereif waren.

Die Gruppe blieb nicht unter sich: im Juni kam zweimal Besuch. Zuerst reisten 5 Mitglieder des "Gartens der Nationen" aus Haßloch/ Pfalz an mit einem Gastgeschenk aus selbstgezogenen, z.T. unbekannten Pflanzen für die Gemüse-Beete (Paprika, Auberginen, Inka-Gurken u.a.). Der Austausch über die Arbeit hier und dort war äußerst anregend, die Begeisterung der Besucher über den hiesigen Garten eine schöne Rückmeldung für die Gastgeber.

Zwei Wochen später, am letzten Freitag im Juni, konnte eine große Gruppe von Mitgliedern des Stadtteilvereins begrüßt werden. Mit ihnen wurde die neue (aus Altmaterial erbaute) Terrasse eingeweiht, dabei machte mancher Tipp von erfahrenen Hobbygärtnern aus dem Stadtteil die Runde. Im Gespräch zeigten sich Ansätze für eine mögliche Zusammenarbeit, die im Herbst konkretisiert werden sollen.

Zuletzt feierten die Gartenmitglieder am vergangenen Freitag ein kleines Sommerfest: unter hellem und trockenem Himmel, mit gutem Essen und im Bewusstsein, dass der Garten allen viel bedeutet und das gemeinsame Tun und Interesse füreinander Verbindung wachsen lässt. Dass eine Teilnehmerin ihre Eltern aus Michigan mitbringen konnte, verstärkte die Internationalität.

Foto: Heinz Odenwald




Mit dem Stadtteilverein "Wiesenbacher-Tal" Neckargemünd in den Vorderen Odenwald




Zum wiederholten Mal lud der Stadtteilverein "Wiesenbacher-Tal" am Sonntag den 16. Juni unter Anleitung von Wolfgang Seidel zu einer geführten Wanderung ein. Dieses Jahr ging es von Ober- Abtsteinach über den Götzenstein und Schnorrenbach nach Geisenbach, wo die 17 Teilnehmer sich im Gasthof "Zum Rebstock" zu einer ausführlichen und verdienten Rast niederlassen konnten und auch die beiden mitgeführten Hunde etwas Ruhe fanden. Zurück ging es über Vöckelsbach auf einer stetig ansteigenden und zum Teil schweißtreibenden Etappe wieder zurück über den Götzenstein zum Ausgangspunkt in Ober-Abtsteinach.
Die Morgenstunden waren kühl und frisch und über den ganzen Tag herrschte angenehmes Wanderwetter. In einem Wanderführer wird diese Wanderung als eine der schönsten Wanderungen im vorderen Odenwald beschrieben und das ist sicherlich nicht übertrieben! Immer wieder öffneten sich bei kristallklarer Luft phantastische Blicke in die Rheinebene bis zu den Pfälzer Bergen! Und mit den Ausführungen von Wolfgang Seidel über die Legende des "Götzenstein" aus der Zeit von Frankenkönig Chlodwig I kam auch der kulturelle Aspekt nicht zu kurz.
Wie auch bei den vorangegangenen Wanderungen ergaben sich immer wieder gute Gelegenheiten sich besser kennen zu lernen und die verkehrspolitischen, kulturellen und sozialen Belange des Stadtteils "Wiesenbacher-Tal" eingehend zu diskutieren.




   Original aus "Der Neckarbote" Nr. 27




Vorweihnachtliche Weinprobe im Naturkostladen "Kornblume"

07.12.2012 Neckargemünd; in vorweihnachtlicher Atmosphäre trafen sich zahlreiche Mitglieder des Stadtteilvereins Wiesenbacher Tal und Gäste zu einer Weinprobe von ausgesuchten biologisch und biologisch-dynamisch an- und ausgebauten Weinen, die von Kay Eulenbach von Riegel Weinimport amüsant und kompetent vorgestellt wurden. Dazu reichte die Inhaberin der Kornblume Isabella Suske und Dorothee Rennings lecker zubereitete kleine "Häppchen".

Mehr als sieben rote und weiße Gewächse aus Italien, Frankreich, Südafrika und Spanien konnten verkostet werden, darunter auch Weine aus alteingesessenen, wertvollen Rebsorten des Venifera-Projektes die traditionell und typisch für eine bestimmte Region sind und fast ausschließlich dort kultiviert werden, wie der Grenache Vinifera IGP 2011. Hervorragend auch der "Villa Romaine" dessen Trauben auf den Steinen einer römischen Villa gedeihen südlich von Montpellier. Auch ein Spumante durfte nicht fehlen der Franiacorta "Saten" DOCG Clarabella mit seinem feinen Mousseux der als Apero breite Zustimmung fand.

Grundsätzlich wird im biologischen Weinbau auf den Einsatz chemisch-syntetischer Dünge- und Pflanzenschutzmittel verzichtet. Durch den erheblichen Mehraufwand und oft auch geringere Erträge erhalten die Weine eine ganz persönliche und charakteristische Note.

Die zahlreichen Bestellungen im Anschluss an diese stimmungsvolle und lehrreiche Weinprobe belegten die Qualität der vorgestellten Weine.




Stadtteilverein Wiesenbacher Tal feierte 10jähriges Bestehen

Die Gründung des Stadtteilvereins Wiesenbacher Tal vor zehn Jahren hatte einen ganz konkreten Anlass: Damals plante die SRH in unmittelbarer Nähe ihres Zentrums den Bau eines Hochseilgartens. Das brachte die Bürger in der Nachbarschaft, die sich sowieso schon durch den An- und Abfahrtsverkehr der Einrichtung belastet fühlten, auf den Plan. Sie formierten sich als Bürgerinitiative, die letztlich Ausgangspunkt für den neuen Verein war. 120 Gründungsmitglieder kamen auf Anhieb zusammen und in Erwin Becker fand sich der erste Vorsitzende für die ersten sechs Jahre. Bei der Jubiläumsfeier in der Arche erinnerte der Vereinsvorsitzende, Dr. Bernd Jahnke, nun an die Anfänge.

Längst haben sich die Wogen geglättet. Für den Hochseilgarten wurde ein besser geeigneter Standort gefunden und der Verein pflegt mit den SRH-Einrichtungen eine gute Nachbarschaft. Zu den Gästen der Jubiläumsfeier zählten deshalb auch die Geschäftsführerin der SRH-Schulen, Gertrud Hilser und Rainer Pomrehn von der SRH-Kulturbühne. Der Verein hat sich auf die Fahnen geschrieben, nicht nur die Interessen der Südstadt im Wiesenbacher Tal zu vertreten. In Sachen Verkehrsführung und gefährlicher Kreuzungen wurde der Verein schon mehrere Male bei der Stadtverwaltung vorstellig. Bürgermeister Althoff signalisierte auch hier die Bereitschaft zur weiteren engen Zusammenarbeit.

Darüber hinaus ist in der Vereinssatzung als Vereinszweck festgehalten, dass die Zusammengehörigkeit gestärkt werden soll. Der zweite Vorsitzende Wolfgang Beck, der diese Aufgabe von Anfang an wahrgenommen hat und sich diese mit Volker Rehberger teilt, sagte: "Wir sind kein historisch gewachsener Stadtteil." Der Großteil der Bevölkerung in der Südstadt zog in den 70er Jahren hierher um das Rehabilitationszentrum herum. Da fehlte es an Identität und dazu wollte der Stadtteilverein beitragen. Auch die Belange des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes sind dem Verein wichtig.

Dies schlug sich schon in verschiedenen Aktionen wie Müllsammelaktionen, Nistkästen für Fledermäuse, vogelkundliche Wanderungen oder Beratung durch die KliBA nieder. Die Kultur nimmt ebenfalls einen breiten Raum im Stadtteilverein ein. Wolfgang Borgmeyer ehemals Lehrer und nun der Historie auf der Spur knüpfte auch die Verbindung zum Kulturverein und hier im speziellen zu dem von ihm geführten Arbeitskreis Reichenstein.

In einer kleinen Plauderei zur Jubiläumsfeier brachte er seine historischen Kenntnisse um die Burg Reichenstein ein. Die Gäste erfuhren, wo einst die Münzenbach floss und dass einst der reiche Gutsherr Mathis Spitzer Namensgeber für das Spitzerfeld war. Das Wiesenbacher Tal sei keineswegs traditionslos und unhistorisch, sondern ein sehr schönes landschaftlich reizvolles Tal, das sich einst als Mäandertal des Neckars schon vor Jahrmillionen entwickelte.

Fotos/Text Anna Haasemann-Dunka

   Weitere Fotos




Tag des offenen Denkmals 2012 in Neckargemünd

Neckargemünd. (nah) Ein schöner Baumbestand prägt das Bild in und um die Burg Reichenstein und ihm widmete diesmal der Kulturverein, Arbeitskreis Reichenstein, mit seinem Leiter Wolfgang Borgmeyer zum Tag des offenen Denkmals die Aufmerksamkeit. Mit auf seinen Spaziergang über das Burggelände folgten rund zwanzig Interessierte, die vom Arbeitskreisleiter nicht nur über die Bedeutung der Bäume bei Kelten und Germanen erfuhren, sondern so ganz nebenbei auch die wichtigsten Daten und Fakten zur Burg Reichenstein. Trotz der Kernburggröße von 20 auf 40 Meter gibt es nicht viele geschichtliche Hinweise auf die Burg Reichenstein, die wohl im 12. Jahrhundert gebaut wurde. Märchen und Sagen ranken sich vor allem um ihren letzten Ritter, Dieter Nessel von Mauer. König Rudolf von Habsburg entzog ihm wegen Untreue sein Reichslehen. Das war 1286. Die Burg wurde danach mehrfach verpfändet und ging 1329 ans pfälzische Territorium.

Doch im Mittelpunkt der Ausführungen stand die Baummythologie von Kelten und Germanen. Vieles was über diese Völker bekannt ist, vermittelten die Römer in ihren Beschreibungen. Denn Kelten und Germanen kannten zwar Schriftzeichen, aber Überlieferungen sind nicht vorhanden. Die Bäume hatten eine ganz besondere Bedeutung für Kult und Religion. In heiligen Hainen verehrten sie ihre Götter. Bäume verbanden mit ihren Baumwurzeln und Baumkronen Himmel und Erde. Aber auch im Alltag der Menschen spielte das Holz, aus dem sie Gegenstände und Häuser bauten, eine wichtige Rolle.

Runen, Hünengräber und Druiden lauteten die Stichworte des Referenten, der auch auf einen großen Stein beim Zugang zur Burg aufmerksam machte. Ihn ziert das Wappen der Stadt, der Reichsadler. Die Druiden waren die Künstler, Magier und Astrologen der Kelten, die die Bäume verehrten und in ihnen Gottheiten sahen. Ähnliches weiß man von den Germanen. Yggdrasill ist in der nordischen Mythologie der Name einer Esche, die als Weltenbaum den gesamten Kosmos verkörpert und die Eiche war Thor geweiht.
Ausgehend vom Eingang an der Reichensteinstraße wurden Ahorn, Ulme, Hasel, Eibe, Kastanie, Eiche, Esche und Linde einer näheren Betrachtung unterzogen. Dabei stützte er sich auch auf das keltische Baumhoroskop, charakterisierte die Eigenschaften der Bäume und erwähnte die Nutzung. Für Menschen, die am 21. März geboren sind, ist die Eiche ihr Baumzeichen. Sie ist als Sinnbild der Lebenskraft robusten Naturen zuzuordnen, die viel Tatendrang und Positivität ausstrahlen. Im Gegensatz dazu sind Linden-Geborene (113-20.3 und 13.9-22.9.) sensible mitfühlende Charaktere, die Mitmenschen selbstlos und schützend gegenübertreten.

Auf dem oberen Burgplateau stehen prächtige Lindenbäume, die Wolfgang Borgmeyer mit seinen Zuhörern aufsuchte. Auch die Heilkraft der Pflanzen kam dabei zur Sprache: Der Lindenblütentee hilft bei fieberhaften Erkrankungen, wenn eine Schwitzkur angesagt ist oder bei Katarrhen der Atemwege.

Hon.: Anna Haasemann-Dunka, Foto Haasemann-Dunka




Junge Familien interessieren

Seit dem Frühjahr dieses Jahres leitet Dr. Bernd Jahnke den Stadtteilverein Wiesenbacher Tal. Mit Schwung geht der 68-Jährige das neue Amt an. Vor kurzem erst wurde die neue Website des Vereins (www.wiesenbacher-tal.de) frei geschaltet, um die er sich selbst kümmert. Seit 1977 lebt Jahnke in Neckargemünd, und zwar in der Südstadt, wie er betont. Er würde sich jedenfalls wünschen, dass das Wiesenbacher Tal auf Wegweisern genauso bezeichnet würde. Dann könnte manche Irrfahrt vermieden werden. Denn wer ins Wiesenbacher Tal will, muss dem Hinweis SRH, Dilsberg und Mückenloch folgen, um dorthin zu gelangen.

Von Wiesenbach aus ist das einfacher geregelt. Hier findet sich tatsächlich ein Richtungsschild "Neckargemünd Süd". Seit sechs Jahren gehört Jahnke dem Stadtteilverein an, zu dem er aufgrund von persönlichen Kontakten stieß. Nachdem Irene Straub im vergangenen Jahr den Vorsitz abgab, folgte er ihr in dieser Aufgabe. Dr. Jahnke gab einen kleinen Ausblick auf geplante Aktionen des Vereins. Die Pflanzung einer neuen Linde am Stadttor ist schon angekündigt. Sie wird aber erst nach Abschluss der Sanierung der Altstadt erfolgen.

Besonders am Herzen liegt ihm, junge Familien für den Verein zu interessieren. Darauf will er ein Augenmerk legen. Mit Spenden unterstützt der Verein unter anderem Einrichtungen wie die SRH-Mediathek, das Gymnasium und die Kindertagesstätte im Wiesenbacher Tal oder die Musikschule, die mit dem Violinenensemble Highfidelity um Heli Grewe zur Feier gelungen aufspielte.

Fotos/Text Anna Haasemann-Dunka




Stadtteilverein Wiesenbacher Tal e.V. mit neuem Vorsitzenden

Mitgliederversammlung mit großer Beteiligung

Neckargemünd. In der Arche Neckargemünd begrüßte der stellvertretende Vorsitzende Volker Rehberger die zahlreich erschienen Mitglieder des Stadtteilverein Wiesenbacher Tal e.V.. Wolfgang Beck als zweiter stellvertretender Vorsitzender fasste die zahlreichen Aktivitäten des abgelaufenen Berichtzeitraums informativ und unterhaltsam zusammen. Schwerpunkte waren die Verkehrssituation im Wiesenbacher Tal und hier vor allem die unfallträchtige Kreuzung Wiesenbacher Straße und Am Kalkbrunnen sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen. Besonderer Dank ging an Wolfgang Seidel für seine vogelkundliche Wanderung.

Der Kassenbericht von Andreas Hahn wies einen zufriedenstellenden Kontostand auf. Von den Kassenprüfern Heinz Odenwald und Winfried Schimpf wurde eine fehlerfreie Kassenprüfung bestätigt. Die Entlastung des Kassenprüfers und des Vorstandes erfolgte durch das Mitglied Walter Kirsch.

Bei den anstehenden Wahlen wurde Dr. Bernd Jahnke einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die Wahl wurde notwendig, da nach 3jähriger Amtszeit der Vorstand neu gewählt werden musste und die bisherige 1.Vorsitzende Irene Straub am 15. September 2011 zurückgetreten war. Als Schriftführer wurde Peter Feßenbecker einstimmig gewählt, da sich nach zehnjähriger Ausübung des Amtes Brigitte Kusch nicht mehr zur Wahl stellte. Die übrigen Vorstandsmitglieder und zehn Beisitzer wurden in Ihren Ämtern einstimmig bestätigt.

Die nächste größere Veranstaltung wird im Herbst das 10jährige Bestehen des Stadtteilverein Wiesenbacher Tal Verein e.V. sein.

Am Ende des Abends hielt Wolfgang Borgmeyer einen interessanten und unterhaltsamen Vortrag über die Herkunft der Straßennamen im Wiesenbacher Tal.

Foto: Heinz Odenwald




Neuer Vorsitzender




(RNZ 5.3.09) Kreisel soll gefährliche Kreuzung entschärfen - CDU, SPD und der Stadtteilverein Wiesenbacher Tal ziehen am gleichen Strang

Neckargemünd. (rnz) Die Kreuzung zwischen der Wiesenbacher Straße, dem Kalkbrunnen und dem Spitzerfeld liegt vielen Neckargemündern im Magen. Sowohl der CDU und dem Stadtteilverein Wiesenbacher Tal als auch unabhängig davon der SPD ist daran gelegen, die gefährliche Situation an der Kreuzung zu entschärfen. Abhilfe soll ein Kreisverkehr bringen. Die Geschwindigkeit der Pkw würde so herabgesetzt und der Lärmpegel erheblich gesenkt werden, sind sich die Beteiligten einig. Es ist bekannt, dass viele Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit in den Kreuzungsbereich rauschen. Immer wieder kommt es deshalb auch zu Unfällen gerade mit Radfahrern. "Viele Bürger sind wegen des starken Verkehrs und der hohen Geschwindigkeit besorgt", konstatierte Volker Rehberger vom Stadtteilverein bei einem Ortstermin. Viele seien außerdem über den zunehmenden Verkehr beunruhigt.
Der Stadtteilverein, die CDU-Gemeinderatsfraktion sowie der CDU-Stadtverband verschafften sich vor Ort ein Bild der Lage. Bei der Begehung präsentierte Rehberger eine Planskizze, die als Lösungsmöglichkeit einen Mini-Kreisel vorschlug.
Das größte Problem der aktuellen Situation erkannte Dr. Christian Jung, CDU, darin, dass die Autofahrer von Wiesenbach aus kommend auch nach dem Ortsschild mit bis zu 100 Kilometern in der Stunde auf die Kreuzung zugerast kämen. Die Einrichtung eines Kreisels würde diesem Problem entgegenwirken, äußerte sich Jung. Außerdem sei mit einem Kreisel das Abbiegen von den Einkaufsmärkten ohne Überfahren des Radwegs möglich.
In diesem Sinne bedankte er sich für die Rehbergersche Planungsskizze. Die Verkehrsplanung obliege jedoch dem Landkreis, da die Wiesenbacher Straße eine Kreisstraße sei. Trotz der Idee mit dem Kreisel plädierte Jung dafür, auch andere Möglichkeiten wie installierte Geschwindigkeitsmesser zu prüfen. Die CDU wolle deshalb in der nächsten Ratssitzung einen Antrag stellen. Die Stadtverwaltung soll den Rhein-Neckar-Kreis beauftragen, eine rasche Lösung zu finden.
Um aus dem Stadium des Wünschens herauszukommen, schlug unabhängig davon Stadtrat Winfried Schimpf, SPD, im kommunalpolitischen Arbeitskreis vor, einen Haushaltsantrag zur Planungsfinanzierung des Kreisels zu stellen. Wie er betonte, habe er selbst 24 Jahre im Wiesenbacher Tal gewohnt und befürworte dieses Vorhaben mit Nachdruck. Das gelegentlich schon vorgebrachte Argument, es sei nicht genug Platz für einen Kreisverkehr konnte der SPD-Stadtrat Dietmar Keller durch Beispiele aus der Region entkräften. Schön wäre es, so äußerte sich Karl-Albert Schubert, SPD, wenn die Stadt für diese Maßnahme Mittel aus dem Konjunkturpaket II erhalten würde.

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Gefährliche Kreuzung entschärfen - CDU lud zu Vor-Ort-Termin ins Wiesenbachertal

Zu einem Vor-Ort-Termin wegen der gefährlichen Kreuzung im Wiesenbachertal bei den Einkaufsmärkten kamen Ende Februar 2009 Mitglieder der CDU-Gemeinderatsfraktion und des CDU-Stadtverbandes Neckargemünd mit dem Stadtteilverein Wiesenbachertal zusammen. Mit dabei waren unter anderem Klaus Rupp (links), Volker Rehberger (Zweiter von links), Wolfgang Beck, Stadtrat Dr. Christian Jung (Mitte), Stadtrat Rolf Kaufmann (vierter von rechts), Patrick Keinert (zweiter von rechts) und Prof. Dr. Hermann Jung (rechts). Bild: red




BAZ 28.2./1.3.09
Neckargemünd. Zu einem Vor-Ort-Termin wegen der gefährlichen Kreuzung zwischen der Wiesenbacher Straße, dem Kalkbrunnen (Einkaufsmärkte) und dem Spitzerfeld kamen mit
dem Stadtteilverein Wiesenbachertal Ende Februar Mitglieder der CDU-Gemeinderatsfraktion und des -CDU-Stadt-Verbandes Neckargemünd zusammen. Mit dabei waren unter anderem CDU-Stadtverbandsvorsitzender Stadtrat Dr. Christian Lang, Fraktionsvorsitzender Stadtrat Stefan Wiltschko, Stadtrat Rolf Kaufmann und die Vorstandsmitglieder Klaus Rupp, Patrick Keinert und Prof. Dr. Hermann Jung.
Volker Rehberger und Wolfgang Beck vom Stadtteilverein Wiesenbachertal informierten über die Klagen von Anwohnern über eine erhebliche Zunahme des.Verkehrs im Wiesenbachertal, insbesondere in der Eichendorffstraße, im Spitzerfeld und in der Friedrich-Ebert-Straße.
"Besorgt sind viele Bürger auch über den starken Verkehr und die hohe Geschwindigkeit mancher Autofahrer in der Wiesenbacher Straße. Besonders an der angesprochenen Kreuzung ereigneten sich in der Vergangenheit mehrere schwere Unfalle, von denen vor allem Fahrradfahrer betroffen waren", sagte Volker Rehberger.
Unterstützend dazu habe er eine Planskizze erarbeitet, die eine Lösungsmöglichkeit mittels eines "Minikreisels" vorsehe, die aber noch weiter ausgearbeitet und geprüft werden müsse. Der Plan zeige jedoch die Realisierbarkeit an dieser Stelle. Stadtrat Dr. Christian Jung bedankte sich für die Informationen und den Minikreisel-Plan.
Nach seiner Meinung ist das größte Problem in diesem Zusammenhang, dass die Autofahrer von Wiesenbach auch nach dem Ortsschild mit 50 bis 100 Stundenkilometer auf die Kreuzung zuschössen oder in der anderen Richtung ab der Kreuzung beschleunigten. Des halb sei die Idee eines Kreisels sehr gut, da es zu einer erheblichen Geschwindigkeitsreduzierung kommen müsse. Ebenso sei das Abbiegen von den Einkaufsmärkten ohne das Überfahren des Fahrradweges kaum möglich. Die Verkehrsplanung sei an dieser Stelle jedoch eine Angelegenheit des Landkreises, da die Wiesenbacher Straße eine Kreisstraße sei.
Trotzdem müssten alle Möglichkeiten wie Fahrbahnverengungen, sogenannte "Straßen-Hubbel", Maßnahmen zur Geschwindigkeitsverringerung auf dem Fahrradweg oder sogar eine fest installierte Geschwindigkeitsmessanlage mit oder ohne Blitz in Erwägung gezogen werden. Die CDU werde deshalb in der nächsten Gemeinderatssitzung den Antrag stellen, sich der Angelegenheit anzunehmen und über die Stadtverwaltung den Rhein-Neckar-Kreis beauftragen, eine rasche Lösung zu finden. pm

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"Der Kreisel muss kommen" - Kommunalpolitischer SPD-Arbeitskreis in Neckargemünd

BAZ 28.2./1.3.09
Neckargemünd. Einen Kreisverkehr an der südlichen Einfahrt ins Wiesenbacher Tal wünschen sich seit langem schon viele Bürger und auch der dortige Stadtteilverein. Von Wiesenbach kommend fahren viele Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit in den Kreuzungsbereich der Straßen "Am Kalkbrunnen/Im Spitzerfeld" hinein.
Mehrere Unfälle - besonders auch mit Radfahrern - zeugen von dem Gefährdungspotential dieses Bereichs. Um aus dem Stadium des Wünschens heraus zu kommen, schlug Stadtrat Winfried Schimpf vor, einen Haushaltsantrag zur Finanzierung der Planung des Kreisels zu stellen. Er habe selbst 24 Jahre im Wiesenbacher Tal gewohnt und befürworte diese Vorhaben mit Nachdruck.
Stadtrat Jens Hertel, der bis zu seinem kürzlichen Umzug in die Altstadt auch im Wiesenbacher Tal gewohnt hatte, verwies auch auf die Reduktion des Geräuschpegels durch die Verlangsamung des Verkehrs.
Das gelegentlich schon einmal vorgebrachte Argument, es sei nicht ausreichend Platz für einen Kreisverkehr konnte Stadtrat Dietmar Keller durch Beispiele in der Region entkräften.

Schön wäre es, meinte Stadtrat Karl-Albert Schubert, wenn die Stadt für diese Maßnahme
Mittel aus dem Konjunkturpaket Il erhalten würde. red

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Der Mensch zum Unterkiefer wurde nicht sehr alt - Vortrag "Der Urmensch von Mauer Neckargemünd - sein Lebensraum im Wiesenbacher Tal" - Verein "Homo heidelbergensis" beim Stadtteilverein zu Besuch

"Blick in die Region" Nr. 317 (Wöchentliche Sonderbeilage der RNZ) vom 10. März 2005

(nah) Wem gehört eigentlich der Urmensch von Mauer? Auch den Neckargemündern? Die meldeten beim Vortrag des Vereins "Homo heidelbergensis von Mauer" in der Mediothek des Bildungszentrum nicht direkt Ansprüche an, aber ein bisschen spekulieren über den berühmten Unterkieferfund wollten sie schon. Bürgermeister a. D. Erich Mick, Vorsitzen der des Vereins, und Volker Liebig, Diplom-Geologe und zweiter Stellvertreter, waren zu Gast beim Stadtteilverein Wiesenbacher Tal. Sie wollten informieren und für den Verein und sein Ziel, den Bau eines Hominidenzentrums in Mauer, werben.
Die Mediothek war voll besetzt, was auch den Geschäftsführer des Berufsbildungswerkes Jörg Porath freute. Der Vorsitzende Erwin Becker hieß im Namen des Stadtteilvereins willkommen.
Mick sprach die Besucher des Vortrags "Der Urmensch von Mauer - sein Lebensraum im Wiesenbacher Tal" mit "liebe Anverwandte" an. Schließlich Würden ja alle vom Mauermer Urmenschen abstammen, der vor 600 000 Jahren in dieser Region lebte. Die Frage, wem der Unterkieferfund gehöre, sei vor Jahren auch im Hause des verstorbenen Landwirtschaftsministers Dr. Gerhard Weiser gemeinsam mit Lothar Späth diskutiert worden, erinnerte er sich. Dieser sei sich sicher gewesen, dass der Urmensch Schwabe gewesen sein musste. Bürgenneister Mick konterte damals: "Da könnten sie Recht haben, denn nur in ein ganz besonders großes Mundwerk passt der Unterkiefer hinein."
Der Abend war ansonsten gespickt mit lnformationen. Mick berichtete über die Aufwertung der Gemeinde Mauer, dem Fundort, mit der Einrichtung eines kleinen urgeschichtlichen Museums, was maßgeblich auch dem bereits verstorbenen Wissenschaftler Dr. Reinhart Kraatz vom Geologisch-Paläontologischen Institut der Uni Heidelberg zu verdanken sei. Die Kontaktpflege zu Wissenschaftlern, die partnerschaftliche Verbindung zum französischen Tautavel - hier wurde der zweitälteste Europäer gefunden - legten die Basis für die Gründung des Vereins Homo heidelbergensis mit Sitz und Infozentrum im historischen Heid'schen Haus, das 1630 erbaut wurde.
Auch über das von der Klaus Tschira Stiftung finanzierte Projekt, die weltweit verstreuten Funde aus Mauer wieder zurückzuführen, eine Aufgabe, die für zwei Jahre ein Jungwissenschaftler wahrnimmt, sprach Erich Mick. Geplant sei zudem, die Fundstelle des Urmensch-Unterkiefers, an der der Sandgrubenarbeiter Daniel Hartmann 1907 seine Entdeckung machte, wieder freizulegen.
Diplom-Geologe Volker Liebig beleuchtete das Thema des Vortrags von verschiedenen Seiten. Er stellte die drei heimischen Gesteinsarten Buntsandstein, Muschelkalk und Löß und ihre Entstehungsgeschichte vor, sprach über Mäanderbildung von Flüssen und erklärte die Begriffe Gleithang und Prallhang. Als Gleithang bezeichne man das kurveninnere Ufer eines Flusses, an dem durch die hier geringere Strömung Material abgelagert werde. Das kurvenäußere Ufer werde Prallhang genannt. Die hier stärkere Strömung trage Material ab. Durch die Erosionsprozesse verlagern sich die Schlingen eines Flusses im Laufe der Zeit. Trifft ein Wandern der Prallhang rückseitig auf einen Gleithang, entstehen Mäanderdurchbruch und Umlaufberg. Es war die 16 Kilometer lange Neckar-Schlinge, die das Wiesenbacher Tal und den Hollmuth schuf, eine der größten Flussschleifen europaweit. Liebig streifte die bewegte Geschichte des Unterkiefers, der beinahe die Einlagerung ins Salzbergwerk Kochendorf während des Zweiten Weltkriegs nicht "überlebte" und seitdem eine Bruchstelle habe.
Der Geologe schätzte den Unterkiefer auch als Gegenstand der Forschung ein. Obgleich die Wissenschaft zur Fundzeit des Homo heidelbergensis sich den Stammbaum der Menschen noch zusammenraten musste, sei sich der Altertumsforscher Otto Schoetensack sicher gewesen: Der Homo war ein Mensch. Ein Unterscheidungsmerkmal zwischen Affe und Mensch sei die Form des Unterkiefers, erfuhr das Publikum. Beim Affen sei diese u-förmig, beim Menschen V-förmig. Dank modernster Untersuchungsmethoden sei heutzutage bekannt, dass der zum Unterkiefer gehörende Mensch etwa 20 bis 30 Jahre alt gewesen sein müsse und wahrscheinlich männlichen Geschlechts.
Der Urmensch habe hier ein gemäßigtes warmes Klima vorgefunden, in dem sich Flusspferde und Waldelefanten wohl fühlten. Er stehe für eine bis nach Afrika hinein verbreitete Menschengruppe, die das Feuer gekannt und Speere zur Jagd eingesetzt habe.

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